Meine Frage zielte eher dahin was sie Persönlich, als Abgeordneter aus meinem Wahlkreis zu der Sozialen Schieflage sagen, die sich durch die faktischen Rentenkürzungen ausschl. bei den Arbeitnehmern.
Aus meiner Sicht muss eine notwendige Reform der gesetzlichen Rente vor allem eines leisten: Sie darf nicht den Eindruck vermitteln, dass die Lasten am Ende einseitig bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern liegen. Wer über Jahrzehnte gearbeitet, Verantwortung übernommen und regelmäßig Beiträge in die Sozialversicherung eingezahlt hat, muss sich darauf verlassen können, im Alter eine verlässliche und angemessene Absicherung zu erhalten. Gleichzeitig dürfen wir uns bei der Rentenfrage nichts vormachen. Der demografische Wandel stellt unser System vor erhebliche Herausforderungen. Immer weniger Beitragszahler werden künftig für eine wachsende Zahl von Rentnerinnen und Rentnern aufkommen müssen. Diese Entwicklung können wir nicht dauerhaft allein mit höheren Beiträgen oder einer immer längeren Lebensarbeitszeit beantworten. Genauso wenig halte ich es für verantwortungsvoll, notwendige Entscheidungen einfach der nächsten Generation zu überlassen. Politik muss auch den Mut haben, heute Lösungen zu finden, die morgen noch tragen. Veränderungen im Rentensystem sind notwendig und müssen sozial ausgewogen und vor allem generationengerecht sein. Für mich gehört dazu auch die Frage, ob und wie andere Formen der Alterssicherung stärker in die Verantwortung einbezogen werden können.
