Warum soll ich grün wählen, wenn eigentlich grüne Themen, wie Klimaschutz, Klimawandel, Wildtierschutz, Problematik der Artenvielfalt, Tempolimit derzeit nicht mal von ihrer Partei erwähnenswert sind?
Das Umweltministerium befürwortet den Abschuss des fast einzigen Wolfes in BW und die kürzlich erschienene, schnell durchgewunkene Biberberordnung gibt ebenfalls eines der wertvollsten und intelligentesten Tiere, den Biber nun wieder "unkompliziert" und schnell zur Entnahme und Abschuss frei. Dabei war das Tier hier mal ausgestorben.
Das Thema Tempolimit ist überfällig.
Ich würde mir sehr gerne mehr Interesse von eigentlich grünen Themen erhoffen, denn wer, wenn nicht ihre Partei kann sich dadurch profilieren und absetzen.
Sehr geehrte Frau H.,
mit Verlaub, der Eindruck täuscht. Unser Programm beginnt mit Klima- und Naturschutz und das aus guten Gründen. Bis auf Tempolimit (Bundessache) findet sich alles, was Sie angesprochen haben, als Priorität 1 bei uns wieder. Nicht zufällig beginnt auch das Bewerbungsvideo von meiner Co-Kandidatin und mir mit Erneuerbaren https://michaeljoukov.de/landtagswahl/ und geht mit geschützter Landschaft und Pflanzen weiter.
Den Abschuss des fraglichen Wolfs halten nicht nur die Experten des Umweltministeriums, sondern auch der Umweltverband NaBu (https://baden-wuerttemberg.nabu.de/modules/presseservice/index.php?popup=true&db=presseservice_baden_wuerttemberg&show=19892) für verträglich. Wenn wir wollen (und ich zumindest will es), dass die Naturschutz-Gesetze durchgesetzt werden, dann gilt es auch in den Fällen, wo das Gesetz einen Abschuss regelt. Ich kann es nicht genug betonen: wichtig ist, den Angriff auf das Naturschutzrecht aus einer ganz bestimmten Ecke abzuwehren – dann muss sich auch das Ministerium (vielmehr: dieses zuvorderst!) daran halten.
Dank der GRÜNEN Politik sind nun ca. 13.000 Biber in Baden-Württemberg heimisch. Das ist gut so! Heißt im Umkehrschluss, dass das Zusammenleben Biber-Mensch nun auf einer neuen Stufe angekommen ist. Sprich: „Wo durch den Biber die Gesundheit von Menschen gefährdet ist oder wo ernste wirtschaftliche Schäden drohen“ (Zitat MP Kretschmann), können einzelne Tiere vergrämt oder abgeschossen werden, die Art wird dadurch nicht mehr gefährdet. Auch hier wurde den Naturschutzbehörden vor Ort mehr Handlungsspielraum gegeben – aber der Biber bleibt geschützt und wird nicht ins Jagdrecht überführt, wie etliche fordern.
Das ist GRÜNE Politik: im Einzelfall zu reagieren, bzw. dazu zu ermächtigen, aber nicht zur Jagd freigeben. Genau deswegen bitte ich Sie um Ihre Stimme(n) – damit diese Politik fortgesetzt wird.
Ihr
Michael Joukov
