Was hat die SPD für Mecklenburg-Vorpommern für das Klima und eine nachhaltige Wirtschaft auf der Agenda?

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Frage von Helke S. •

Was hat die SPD für Mecklenburg-Vorpommern für das Klima und eine nachhaltige Wirtschaft auf der Agenda?

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Sehr geehrte Frau S.,

vielen Dank für Ihre Frage – das Thema treibt gerade viele Menschen im Land um, und das zu Recht.

Für mich fängt Klimaschutz mit einer klaren gesetzlichen Grundlage und mit bezahlbarer Energie an. Unser Klimaverträglichkeitsgesetz bringt für mich genau auf den Punkt, worum es geht: Klimaschutz und eine starke Wirtschaft gehören zusammen, statt sich gegenseitig auszubremsen. Wir erzeugen in MV schon heute mehr als doppelt so viel Ökostrom, wie das Land selbst braucht – ein riesiger Standortvorteil, den wir mit Wind, Sonne, Biomasse und Erdwärme weiter ausbauen wollen. Wichtig ist mir dabei: Wer neben einem Windpark wohnt, soll auch finanziell etwas davon haben, und die Kommune genauso – Energiewende darf nicht an den Menschen vor Ort vorbeigehen, egal ob an der Küste oder im Binnenland. Genauso gehört für mich dazu, Strom, Wärme und Mobilität zusammenzudenken: mit kommunaler Wärmeplanung vor Ort, mit mehr Speichern für überschüssigen Strom und mit Energiedörfern, in denen ganze Orte ihre Energie selbst erzeugen und davon profitieren – gerade auf dem Land ein echter Gewinn.

Daraus soll auch wirtschaftlich etwas für das ganze Land werden. Unsere Häfen – von Rostock über Sassnitz-Mukran bis Lubmin – sollen zu echten Energiedrehscheiben werden, mit Wasserstoff als großer Zukunftschance; das läuft nicht immer geradlinig, eine lange erhoffte Pipeline ist 2024 zum Beispiel gescheitert, aber gerade erst wurde in Warnemünde ein Großauftrag für eine Offshore-Plattform an Land gezogen, der rund 500 neue Arbeitsplätze bringt. Ähnliches sehe ich in anderen Landesteilen: Birkenstock produziert inzwischen in Pasewalk, und in Anklam entsteht aus der alten Zuckerfabrik ein Zentrum für Bioökonomie – gute Beispiele dafür, dass dieser Wandel im ganzen Land ankommt. Und wo Betriebe ihre Gewerbe- und Industriegebiete grüner und zukunftsfähiger machen wollen, unterstützen wir das gezielt mit Fördermitteln.

Auch unser wichtigster Wirtschaftszweig, der Tourismus mit über 160.000 Beschäftigten von der Ostseeküste bis zur Seenplatte, soll nachhaltiger werden: mit mehr zertifizierten Betrieben, echtem Wander- und Naturtourismus und mit Gästekarten, die Bus und Bahn vor Ort kostenlos machen, damit nicht jede und jeder gleich das Auto nimmt. Dazu gehört für mich auch eine bessere Bahnanreise nach MV und mehr Ladesäulen für E-Autos. Unterlegt wird das alles durch unseren Investitionsplan MV 2035, mit dem wir knapp zwei Milliarden Euro zusätzlich in genau solche Infrastruktur stecken wollen – das ist für mich die Art von Wachstum, die auch in zwanzig Jahren noch trägt, überall im Land.

Ganz ehrlich gesagt: Klima- und Wirtschaftspolitik ist als Vorsitzender des Innenausschusses nicht mein Kernthema, deshalb orientiert sich diese Antwort an unserem Regierungsprogramm 2026–2031 „Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt", mit dem wir als SPD am 20. September in die Landtagswahl gehen. Zu weiteren Details oder vertiefenden Fragen vermittle ich Sie gerne an meine Kolleginnen und Kollegen aus der Fraktion, die sich hauptamtlich mit Energie- und Wirtschaftspolitik befassen.

Das vollständige Programm können Sie hier nachlesen: https://spd-mv.de/uploads/bilderpool/2-Mecklenburg-Vorpommern/Wahlen-und-Kandidaturen/2026-Landtagswahlen/SPD_MV_Programm_2026.pdf

 

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Mucha

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