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Wie wollen Sie künftig einen konstruktiven Dialog mit Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten führen und Vertrauen stärken?

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Simone Borchardt
CDU
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Frage von Ferdinand P. •

Wie wollen Sie künftig einen konstruktiven Dialog mit Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten führen und Vertrauen stärken?

Sehr geehrte Frau Borchardt,

als gesundheitspolitische Sprecherin vertreten Sie die Interessen einer bestmöglichen gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung. Dazu gehört aus meiner Sicht auch ein konstruktiver Austausch mit den betroffenen Berufsgruppen.

In einer Äußerung schrieben Sie, die Berufsgruppe der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten müsse sich „auf den Boden der Tatsachen zurückbegeben“. Diese Aussage hat bei mir und vielen Kolleginnen und Kollegen den Eindruck hinterlassen, dass unsere Kritik und unsere Sorgen nicht ausreichend ernst genommen werden.

Welche konkreten Schritte wollen Sie unternehmen, um auch künftig einen offenen, respektvollen und ergebnisorientierten Dialog mit Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zu führen und verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen?

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Antwort von CDU

Ein konstruktiver Dialog setzt voraus, dass beide Seiten sachlich bleiben und einander mit einem Mindestmaß an Respekt begegnen. Diese Grundlage ist in den vergangenen Tagen erheblich beschädigt worden.

Zahlreiche Psychotherapeuten und Unterstützer ihrer Forderungen haben sich nicht auf fachliche Kritik beschränkt. Mitarbeiter meines Büros wurden in Telefonaten persönlich angegriffen und beleidigt. Auch in sozialen Netzwerken und Zuschriften wurde die Grenze einer vertretbaren politischen Auseinandersetzung wiederholt überschritten. Dabei wurde unter anderem behauptet, die Reform bedeute den „Todesstoß“ für die Psychotherapie, führe zu einer faktischen Abschaffung der Behandlung Erwachsener oder zwinge Psychotherapeuten zu einer „Triage“. Teilweise wurde mir unterstellt, ich wolle bewusst Versorgungsstrukturen zerstören oder nähme gesundheitliche Schäden von Patienten billigend in Kauf.

Diese Behauptungen entsprechen nicht dem Inhalt der beschlossenen Regelungen. Ich habe in meinen bisherigen Antworten mehrfach erläutert, dass es Einschnitte gibt und dass diese für Praxen wirtschaftliche Folgen haben können. Ebenso habe ich darauf hingewiesen, dass die Psychotherapie nicht abgeschafft wird. Die Angemessenheitsprüfung entfällt. Bestimmte Gruppenangebote bleiben extrabudgetär. Schwere Erkrankungen sollen stärker berücksichtigt werden. Auch die Regelungen zu geteilten Kassensitzen und den vorgesehenen Mindestsprechzeiten habe ich ausführlich dargestellt.

Man kann diese Entscheidungen kritisieren. Man kann ihre Auswirkungen anders bewerten. Es ist aber nicht akzeptabel, sachliche Erläuterungen zu ignorieren und stattdessen mit persönlichen Angriffen, Unterstellungen und maximaler Eskalation zu reagieren. Meine Aussage, Teile der Berufsgruppe müssten sich wieder auf den Boden der Tatsachen begeben, bezog sich genau auf diese Form der Kampagne. Sie war keine pauschale Abwertung aller Psychotherapeuten.

Der Gesprächsfaden ist unter diesen Umständen zunächst abgerissen. Das Verhältnis zu Teilen der Berufsgruppe ist dauerhaft beschädigt. Vertrauen lässt sich nicht dadurch wiederherstellen, dass ausschließlich von der Politik Entgegenkommen verlangt wird, während persönliche Angriffe folgenlos bleiben.

Fachliche Gespräche mit Berufsverbänden und sachlich auftretenden Vertretern bleiben möglich. Voraussetzung ist, dass konkrete Regelungen anhand ihrer tatsächlichen Inhalte diskutiert werden. Mein Büro wird sich jedoch nicht weiter an Gesprächen beteiligen, in denen Mitarbeiter beleidigt, Tatsachen verdreht oder politische Entscheidungen durch persönlichen Druck erzwungen werden sollen.

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