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Wie rechtfertigen Sie Ihre Zustimmung zur GKV-Reform angesichts der bereits heute unzureichenden psychotherapeutischen Versorgung im Landkreis Lörrach?

Stefan Glaser
CDU
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Frage von Florian G. •

Wie rechtfertigen Sie Ihre Zustimmung zur GKV-Reform angesichts der bereits heute unzureichenden psychotherapeutischen Versorgung im Landkreis Lörrach?

Sehr geehrter Herr Glaser,

ich bin psychologischer Psychotherapeut im Landkreis Lörrach. Woche für Woche erreichen mich 10 bis 20 Anfragen von Menschen, die dringend einen Psychotherapieplatz suchen. Den meisten muss ich absagen, weil meine Praxis vollständig ausgelastet ist. Viele Betroffene warten monatelang oder finden trotz intensiver Suche keinen Therapieplatz.

Vor diesem Hintergrund fällt es mir schwer nachzuvollziehen, warum Sie der GKV-Reform zugestimmt haben. Aus meiner Sicht besteht die Gefahr, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für ambulante Praxen verschlechtern und eine Niederlassung – gerade im ländlichen Raum – weiter an Attraktivität verliert. Im Landkreis Lörrach könnte sich die ohnehin angespannte Versorgung dadurch weiter verschlechtern.

Wie bewerten Sie das Risiko, dass kurzfristige Einsparungen bei der Psychotherapie langfristig zu höheren Kosten führen, etwa durch Chronifizierung, längere AU, stationäre Behandlungen oder Frühverrentungen?

Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr F., 

vielen Dank für  Ihren Einsatz für die psychotherapeutische Versorgung im Landkreis Lörrach. Ich verstehe die Sorge sehr gut, gerade weil lange Wartezeiten und fehlende Plätze ein reales Problem sind; deshalb haben wir parallel zur Beitragssatzstabilisierung ausdrücklich Nachsteuerungen für die Psychotherapie auf den Weg gebracht und die Versorgungskontinuität bereits begonnener Behandlungen abgesichert.

Ich habe dem Gesetz zugestimmt, weil die gesetzliche Krankenversicherung kurzfristig stabilisiert werden musste. Als CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben wir klar gemacht, dass die Beiträge nachhaltig stabil gehalten und die Ausgabendynamik begrenzt werden müssen, damit Arbeit und Lohnnebenkosten nicht weiter belastet werden.

Damit Einsparungen nicht zu Unterversorgung führen, haben wir als Koalition deshalb sichergestellt, dass nach der Sommerpause gesetzlich nachgesteuert und die Auswirkungen der Reform evaluiert werden.

Was möchten Sie wissen von:
Stefan Glaser
CDU

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