GKV- und Pflegereform: Höhere Beitragsbemessungsgrenzen belasten 10%der Versicherten einseitig. Kinderlose werden durch Höchstsätze zu alleinigen Zahlmeistern. Halten Sie diese Reformen für gerecht?

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Frage von Simone H. •

GKV- und Pflegereform: Höhere Beitragsbemessungsgrenzen belasten 10%der Versicherten einseitig. Kinderlose werden durch Höchstsätze zu alleinigen Zahlmeistern. Halten Sie diese Reformen für gerecht?

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau H.,

die Reformen verlangen insbesondere Gutverdienenden und Kinderlosen zusätzliche Beiträge. Das ist eine Belastung, die man nicht kleinreden kann. Von „alleinigen Zahlmeistern“ kann aber ebenfalls keine Rede sein: Die höhere Beitragsbemessungsgrenze betrifft nur Einkommen oberhalb der bisherigen Grenze; Arbeitgeber tragen den allgemeinen Beitragsanteil weiterhin mit. Lediglich der Kinderlosenzuschlag in der Pflegeversicherung wird allein von den Versicherten getragen. Unter den gegebenen Bedingungen halte ich diese Mehrbelastung für vertretbar, weil damit allgemeine Beitragssatzerhöhungen vermieden werden. Deshalb brauchen wir grundlegende Strukturreformen, eine Begrenzung der Ausgabendynamik und eine sachgerechte Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben aus Steuermitteln.

Mit freundlichen Grüßen 

Thorsten Frei

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