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Lt. VDR ist bisher keine Passage möglich, während Russland, China und Indien Privilegien genießen. Wann lösen Sie sich mittelfr. aus der Schlinge von Hormus? https://tr.ee/7LiCWS https://tr.ee/UvhPF3

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Frage von Peter F. •

Lt. VDR ist bisher keine Passage möglich, während Russland, China und Indien Privilegien genießen. Wann lösen Sie sich mittelfr. aus der Schlinge von Hormus? https://tr.ee/7LiCWS https://tr.ee/UvhPF3

Sehr geehrter Herr Frei,

lt. Markus Lanz findet Europa im Irankriegt keine Linie und Trumps „Versailles-Feuerpause“ kollabiert im Juli-Chaos. Trotz Irans Drohung einer Maut schickte Berlin im vorauseilenden Gehorsam das Minenjagdboot Fulda nach Dschibuti. Warum muss Deutschland dem „imperial overstretch“ Trumps und explodierenden Risikoprämien ($2–4 Mio. pro Passage) hinterherrennen?

Kollege Blome fragte schon im April, warum die EU nicht den Lückenschluss zur bestehenden Eilat-Aschkelon-Pipeline unterstützt? Ein 12-strängiges Überland-System vom Golf ans Mittelmeer umgeht das Rote Meer und kostet ca. 120–150 Mrd. Euro. Basis: Aramcos MGS-3-Standard mit X70-Stahlrohren (20 mm Wandstärke) für 4,3 Mio. $/km, Bauzeit 4 Jahre und jetzt LKWs nach Ma'aden/Yanbu.

Warum sollten wir weiter stur den imperialen Autarkien hinterherlaufen?

MfG Peter F.

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr F.,

ich kann ein "Hinterherrennen" nicht erkennen. Deutschland pflegt aus Überzeugung langjährig die transatlantische Partnerschaft und vertritt die eigenen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen. Dass wir unseren Bündnispartnern beistehen, versteht sich genauso wie die Notwendigkeit der Mandatierung von Bundeswehreinsätzen durch das Parlament.

Richtig ist, dass wir uns insbesondere bei der Energieversorgung unabhängig von Ländern aufstellen müssen, die eine Lieferung womöglich von politischen Zugeständnissen abhängig machen.

Fakt sind im Falle der Straße von Hormuz aktuell aber zwei Dinge:

Erstens bezieht Deutschland von dort prozentual lediglich einen niedrigeren einstelligen Anteil von unserem Gesamtbedarf. Dass die Unsicherheit auf dem Weltmarkt dennoch deutlich an deutschen Zapfsäulen zu spüren ist, ist ein großes Ärgernis für alle Bürger. Zweitens wäre die von Ihnen vorgeschlagene Lösung eine sehr langwierige und kostspielige Variante. Das würde uns heute kaum helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

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