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Sollte das Bundesgesundheitsministerium seine politischen Prioritäten angesichts der aktuellen Herausforderungen nicht anders setzen?

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Frage von Armin G. •

Sollte das Bundesgesundheitsministerium seine politischen Prioritäten angesichts der aktuellen Herausforderungen nicht anders setzen?

Sehr geehrter Herr Frei,

Deutschland steht vor erheblichen Herausforderungen im Gesundheitswesen: steigende Kosten, Finanzierungsprobleme der GKV, Fachkräftemangel, Krankenhaus- und Pflegeversorgung sowie notwendige Strukturreformen. Gleichzeitig nimmt die Union die Rücknahme bzw. Verschärfung der Cannabis-Teillegalisierung weiterhin stark in den Fokus.

Meine Frage: Ist dieses Verhältnis der politischen Aufmerksamkeit noch angemessen? Wie rechtfertigen Sie, dass ein vergleichsweise begrenztes Thema wie die Cannabisregelungen einen derart großen politischen Stellenwert erhält, während wesentlich größere und unmittelbar systemrelevante Probleme wie die Finanzierung der GKV, die Krankenhausversorgung, Pflege und Fachkräftemangel bestehen? Sollte die politische „Waage“ angesichts der unterschiedlichen Größenordnung dieser Herausforderungen nicht deutlich stärker zugunsten der strukturellen Probleme des Gesundheitssystems ausschlagen?

Vielen Dank.

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr G.,

auch die strukturellen Herausforderungen im Gesundheitswesen – stabile Beiträge, eine gute Versorgung, Pflege, Krankenhäuser und Fachkräftesicherung – sind ohne Zweifel wichtig und dringlich. Sie stehen daher im Zentrum der Arbeit des Bundesgesundheitsministeriums. Die laufende GKV-Reform zielt ausdrücklich darauf, den Kostenanstieg zu begrenzen und eine hochwertige Versorgung zu sichern. Meine kritische Haltung zur Teillegalisierung von Cannabis ist bekannt. Ich habe das Gesetz wegen seiner möglichen Folgen für Gesundheit, Kinder- und Jugendschutz sowie die Bekämpfung des illegalen Marktes stets abgelehnt. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie die Folgen der Teillegalisierung müssen wir immer fest im Blick haben.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

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