Wie stehen Sie und die CDU zu den Themen Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer, Kapitalertragssteuern und Spekulaiinsfrist bei Immobilien?
Sehr geehrter Herr Frei,
Nachdem die CDU die Einführung eines Superreichensteuersatz und einer Abschaffung der Haltefrist bei Kryptowährungen zugestimmt hat, frage ich mich wie die CDU
1. Einer höheren Besteuerung von Betriebsvermögen bei der Erbschaftssteuer- bzw Schenkungssteuer (Abschaffung Verschonungsbedarfsprüfubg etc.)
2. Der Wiedereinführung der Vermögenssteuer (wie Tim Klüsendorf vorgeschlagen)
3. Einer höheren Kapitalertragssteuer/Abgeltungssteuer (als Kompromiss anstatt einer Vermögenssteuer vielleicht?)
4. Der Abschaffung der Spekulaiinsfrist bei Immobilien (wird von Grünen und SPD gefordert)
gegenübersteht?
Freue mich auf Antworten
Vielen Dank.
Sehr geehrter Herr K.,
die von Ihnen angesprochenen Verabredungen zur Erhöhung der Besteuerung von Spitzeneinkommen sowie Kryptogewinnen sind Teil eines politischen Kompromisspakets geworden. Bisher gibt es aber keinen Gesetzentwurf aus dem federführenden Bundesfinanzministerium.
Grundsätzlich bin ich überzeugt, dass in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Situation Steuererhöhung das falsche Signal wären. Eine Wiedereinführung der sog. Vermögenssteuer lehne ich aus den bekannten Gründen ab. Auch bei der Erbschaftsteuer sehe ich keine Notwendigkeit für pauschale Verschärfungen, die insbesondere mittelständische Familienunternehmen und damit Arbeitsplätze gefährden könnten. Ganz im Gegenteil.
Bei der Besteuerung von Kapital und Immobilien gilt für mich: Steuerliche Regelungen müssen verlässlich sein und dürfen Investitionen, Eigentumsbildung und wirtschaftliche Entwicklung nicht ausbremsen.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei
