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Liegt aus ihrer Sicht die Zukunft der baden-württembergischen Autoindustrie in Elektroautos oder Verbrennerautos? Was bedeutet für Sie der Begriff Technologieoffenheit?

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Frage von Tim C. •

Liegt aus ihrer Sicht die Zukunft der baden-württembergischen Autoindustrie in Elektroautos oder Verbrennerautos? Was bedeutet für Sie der Begriff Technologieoffenheit?

Zukunft der Autoindustrie
Was sind »hocheffiziente Verbrenner«? Die Regierung weiß es auch nicht
Kanzler Merz hat sich dafür eingesetzt, dass »hocheffiziente Verbrenner« noch nach 2035 neu zugelassen werden dürfen. Nun zeigt sich: Die Regierung hat keine Definition für den Begriff »und muss diese auch nicht festlegen«
https://www.spiegel.de/wirtschaft/verbrenner-aus-regierung-ohne-definition-fuer-hocheffiziente-verbrenner-a-9d94f6c7-7ec9-4b24-91f6-e6eab59a1f78

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr C.

danke für Ihre Frage. Die Zukunft der baden-württembergischen Autoindustrie liegt langfristig in klimaneutraler Mobilität – und damit im elektrischen Fahren. Gleichzeitig gilt: Der Wandel muss so gestaltet werden, dass unsere Industrie und vor allem die Beschäftigten diesen Weg realistisch mitgehen können.

Mit den erwarteten Änderungen der EU kommt es sicher nicht zu einer völligen Kehrtwende bei der Zukunft des Automobils. Aber schon die jetzt bekannt gewordenen Reformen nehmen die härtesten Hürden für unsere Automobilfirmen aus dem Spiel. Es gibt deutlich andere Fristen und spürbare Erleichterungen gerade bei jenen Plug-in-Hybriden und Fahrzeugen mit Range Extendern, mit denen unsere Hersteller bisher gutes Geld verdienen und die auch auf internationalen Märkten gut nachgefragt sind.

Für diesen Schritt haben wir seit vielen Monaten geworben. Es geht nicht darum, wieder in die Vergangenheit zu reisen. Es geht darum, auf dem richtigen Kurs zu bleiben, ohne dass es unsere Autobranche aus der Kurve trägt.

Technologieoffenheit bedeutet für mich: Die Klimaziele bleiben klar, aber beim Weg dorthin müssen wir pragmatisch sein, sinnvolle Übergänge ermöglichen und Innovation fördern – gerade dort, wo es um Wettbewerbsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze in Baden-Württemberg geht.

Die angekündigten Änderungen auf europäischer Ebene sind ein ganz starker Grund dagegen, jetzt noch im Panikmodus zu bleiben und weiter massenhaft Arbeitsplätze zu streichen. Jetzt braucht es ein klares Bekenntnis zu den Standorten und den Beschäftigten. 

 

Beste Grüße 

Andreas Stoch 

 

 

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