Sind Sie dafür dass die Bundesregierung Humanitäre Hilfe in den Sudan schickt?
Sehr geehrter Herr S.,
vielen Dank für die Frage. Frau Haßelmann hat uns gebeten, Ihnen zu antworten.
Nach UN-Informationen aus diesem Jahr fehlt es im Sudan 34 Millionen Menschen an Nahrung, Wasser oder sicheren Unterkünften und 21 Millionen Menschen leiden unter akutem Hunger. Beiden Konfliktparteien, der Armee und der RSF-Miliz werden von der UN schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen vorgeworfen. Der Sudan erlebt somit eine der größten humanitären Krisen der Welt.
Aber auch weltweit ist die Lage dramatisch: Ungefähr 300 Millionen Menschen sind weltweit durch Krieg, Gewalt, Hunger oder Klimakatastrophen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Auch Deutschland ist hier in der Pflicht, zu helfen und daher ist es verantwortungslos, dass die Bundesregierung die humanitäre Hilfe in diesen Zeiten um 50 Prozent kürzt. Krisen, wie die im Sudan, bleiben dadurch dramatisch unterfinanziert, während Millionen Menschen dringend auf Unterstützung angewiesen sind.
In unserem Entschließungsantrag der Grünen-Bundestagsfraktion zum Haushaltsgesetz 2026 haben wir die Bundesregierung deswegen aufgefordert, die humanitäre Hilfe um mindestens 3 Milliarden Euro aufzustocken.
Mit besten Grüßen
Team Haßelmann
