Setzen Sie sich dafür ein, dass ambulante Psychotherapie ohne Kürzungen und unfaiere Budgetierung erhalten bleibt?
Sehr geehrte Frau Bünger,
ambulante Psychotherapie ist zeit- und personengebunden. Diese Leistungen können nicht delegiert werden. Eine Budgetierung würde enorme Einnahmenbußen bedeuten.
https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1167060
Sehr geehrte Frau N.,
vielen Dank für Ihre wichtige Nachricht. Ich teile Ihre Sorgen voll und ganz und stelle mich den geplanten Kürzungen im Bereich der ambulanten Psychotherapie entschieden entgegen.
Das aktuelle Vorhaben der Bundesregierung ist ungerecht, weil die finanziellen Lasten im Gesundheitssystem einseitig auf die Versicherten, die Patientinnen und Patienten sowie auf die Beschäftigten abgewälzt werden. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen seelische Unterstützung brauchen, ist der Beschluss, die Vergütung für psychotherapeutische Leistungen pauschal abzusenken, politisch und fachlich das völlig falsche Signal.
Eine Psychotherapie ist, wie Sie vollkommen richtig beschreiben, an feste Zeiten und Personen gebunden, man kann diese Arbeit nicht einfach im Schnelldurchlauf erledigen oder an andere Mitarbeiter in der Praxis übergeben. Dass die Regierung hier nun durch pauschale Obergrenzen und die Streichung von Zuschlägen zusätzlichen finanziellen Druck ausübt, gefährdet die Versorgung vor Ort und führt zu noch längeren Wartezeiten für die Betroffenen. Statt bei den großen Konzernen anzusetzen, wird hier der Rotstift bei den Schwächsten angesetzt und das Vertrauen in die medizinische Hilfe untergraben.
Als Linke fordern wir stattdessen eine verlässliche Finanzierung, die sich am echten Bedarf der Menschen orientiert. Die Lösung wäre eine solidarische Versicherung, in die alle Menschen einzahlen, auch Bundestagsabgeordnete und Beamte –, damit niemand in einer Notsituation allein gelassen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Clara Bünger
