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Wie stehen Sie zum Pflegeneuordnungsgesetz, sind die Folgen für Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen, besonders für früh Betroffenen unter 65 Jahren ausreichend bedacht worden?

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Henri Schmidt
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Frage von Gabriele F. •

Wie stehen Sie zum Pflegeneuordnungsgesetz, sind die Folgen für Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen, besonders für früh Betroffenen unter 65 Jahren ausreichend bedacht worden?

Sehr geehrter Herr Schmidt,

Mein Mann, Jahrgang 61 ist seit 9 Jahren betroffen, ich bin Jahrgang 67. Die Erkrankung schreitet fort und mein Mann benötigt mittlerweile fast durchgängig Tag und Nacht Hilfe. Wir sind auf Entlastungsangebote angewiesen. Diese stellen auch eine Teilhabe am Leben für meinen Mann und mich dar. Viele werden durch die Kürzungen, sinkende Nachfrage nicht mehr aufrecht erhalten werden können.

Ich versuche zur Zeit noch in Teilzeit zu arbeiten, mir fehlen einige Rentenpunkte (für pflegende Angehörige sollen sie gekürzt werden) weiss aber nicht wie lang ich dies noch aufrecht erhalten kann, ohne ernsthafte eigene gesundheitliche Folgen. Seit einigen Jahren gehe ich über meine Grenzen, habe mein eigenes soziales Leben massiv eingeschränkt, die Erkrankung wird weiter fortschreiten, wir wissen nur noch nicht wie und wann, meine finanzielle und gesundheitliche Zukunft steht in den Sternen. Da wünsche ich mir Unterstützung und Anerkennung und keine Kürzungen der Rente

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau F.,

vielen Dank für Ihre sehr persönliche Nachricht. Die Situation, die Sie schildern, macht sehr deutlich, was häusliche Pflege für Angehörige tatsächlich bedeutet: Sie übernehmen über viele Jahre Verantwortung, schränken Ihre Berufstätigkeit ein und stellen große Teile Ihres eigenen Lebens zurück. Dass Sie sich vor diesem Hintergrund Unterstützung, Anerkennung und Verlässlichkeit wünschen, kann ich sehr gut nachvollziehen.

Das Pflegeneuordnungsgesetz befindet sich derzeit noch im Gesetzgebungsverfahren. Der Entwurf enthält aus meiner Sicht wichtige Ansätze, um die Pflege langfristig besser aufzustellen und die Pflegeversicherung finanziell zu stabilisieren. Gleichzeitig müssen wir sehr genau darauf achten, welche konkreten Auswirkungen einzelne Regelungen auf Pflegebedürftige und ihre Angehörigen haben.

Das gilt insbesondere für die rentenrechtliche Absicherung pflegender Angehöriger. Wer aufgrund der Pflege eines Familienmitglieds seine Erwerbstätigkeit reduziert oder ganz aufgibt, erbringt eine enorme gesellschaftliche Leistung. Deshalb ist es wichtig, mögliche Veränderungen bei den Rentenbeiträgen sehr sorgfältig auf ihre sozialen Folgen zu prüfen.

Auch Ihren Hinweis auf jüngere Menschen mit Demenz halte ich für besonders wichtig. Gerade bei früh einsetzenden Demenzerkrankungen können Betroffene und ihre Familien über viele Jahre auf Unterstützungs-, Betreuungs- und Entlastungsangebote angewiesen sein. Dabei geht es nicht nur um Pflege im engeren Sinne, sondern auch um gesellschaftliche Teilhabe und darum, Angehörigen überhaupt zu ermöglichen, Beruf, Familie und Pflege miteinander zu vereinbaren.

Für mich ist deshalb entscheidend, dass bei den weiteren Beratungen nicht allein die dringend notwendige finanzielle Stabilisierung der Pflegeversicherung betrachtet wird, sondern ebenso die Lebensrealität der Menschen, die Pflege leisten und auf Unterstützung angewiesen sind. Hinweise und Erfahrungen wie Ihre sind dabei sehr wertvoll.

Ich werde die weiteren Beratungen insbesondere mit Blick auf pflegende Angehörige und Menschen mit Demenz aufmerksam verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Henri Schmidt

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