Inwieweit setzen Sie sich für den Erhalt des Jüdischen Krankenhauses ein?
Sehr geehrter Herr Schulz,
als Bürgerin bin ich sehr besorgt um die Zukunft des Jüdischen Krankenhauses in Ihrem Wahlkreis. Das Krankenhaus ist nicht nur medizinisch unverzichtbar, sondern auch historisch und gesellschaftlich bedeutend. Gerade in Zeiten zunehmender Ressentiments.
Das Krankenhaus nennt die angespannte Finanzlage – verursacht durch Krankenhausreform, Sparbeschlüsse, steigende Kosten und zusätzlich einen Wasserschaden – als Grund für den Insolvenzantrag. Vermutlich war auch die weltpolitische Lage der letzten Jahre nicht hilfreich, wenn es um die Gewinnung von Fachkräften oder die Patientennachfrage geht. Diese besonderen Herausforderungen sollten bei der Bewertung der Lage berücksichtigt werden.
Inwieweit setzen Sie sich für den Erhalt des Hauses ein? Können Sie sich auch eine Integration in Vivantes oder die Charité vorstellen, um den Fortbestand zu sichern? Es wäre doch ein fatales Signal - auch an die Welt - wenn das einzige jüdische Krankenhaus schließen würde.
Sehr geehrte Frau S.,
Vielen Dank für Ihre Anfrage.
Schon in der Vergangenheit habe ich mich für die Angestellten des Jüdischen Krankenhauses stark gemacht und dazu beigetragen, dass das Krankenhaus bestehen bleiben konnte. Auch künftig werde ich mich dafür einsetzen, dass diese wichtige Institution dauerhaft erhalten bleibt. Wenn eine Integration in Vivantes oder die Charité dazu führen kann und für alle Beteiligten in Frage käme, kann auch ich mir so eine Lösung vorstellen.
Mit freundlichen Grüßen
Mathias Schulz
