Würden Sie persönlich in eine Koalition unter Elif Eralp eintreten, und welche Vorfälle der Berliner Linken wären für Sie ein Ausschlussgrund?
Mich interessiert Ihre persönliche Abwägung, nicht die Fraktionslinie. Im Oktober 2024 traten Lederer, Breitenbach, Schatz, Scheel und Schlüsselburg aus, weil sie Antisemitismus in der Partei nicht mehr klar benennen konnten. Im Oktober 2025 nannte der Neuköllner Linken-Fraktionschef Ahmed Abed den Bürgermeister von Bat Yam einen „Völkermörder“. Am 29.8.2026 rief Dahabflex bei einer Veranstaltung der Neuköllner Linken „Yalla Yalla Intifada“. Auf der Wahlparty waren Issa Remmo und ein PFLP-Unterstützer; Ferat Koçak hatte Remmos Sohn „Grüße mit Respekt“ geschickt. Elif Eralp war bis 2025 in der Roten Hilfe, einem vom Verfassungsschutz beobachteten linksextremistischen Verein. Das Programm sieht weniger Polizei und die Auflösung des Verfassungsschutzes vor. Was davon wiegt für Sie schwer, was nicht, und welche Zusagen brauchen Sie vor Koalitionsverhandlungen?
Lieber Herr T.,
vielen Dank für die Frage und Ihre Auseinandersetzung mit der Thematik. Zu Vorgängen innerhalb der Linkspartei und zu möglichen Koalitionen möchte ich an dieser Stelle nichts darstellen, denn ich werde nicht mehr Mitglied der neuen SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus sein. Mein zweiter Listenplatz im Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat nicht für ein erneutes Mandat gereicht.
Besten Dank und viele Grüße.
Jan Lehmann
