Frage an Jens-Eberhard Jahn bezüglich Gesundheit

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Jens-Eberhard Jahn
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Frage an Jens-Eberhard Jahn von Irmgard R. bezüglich Gesundheit

Sehr geehrter Herr Jahn,

Ich hörte, dass in der EU keine weiteren Naturheilmittel mehr zugelassen werden. Stimmt diese Darstellung und warum?

Warum werden alternative Heilmethoden, etwa Ayuverda oder die alte chinesische Medizin und nachweislich hilfreiche Naturheilmittel m.W. nicht von den Kassen übernommen? Was plant Ihre Partei hierzu? Warum gibt es z.B. die Traditional Herbal Medicial Product Directive, die laut diesem Bericht die Anwendung alternativer Heilmethoden-und mittel stark einschränkt:

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/eu-richtlinie-thmpd-das-aus-fur-heilpflanzen-und-naturheilmittel

Will die EU und die Politik so in Wahrheit die Pharmalobby unterstützen?

Ist Ihre Partei dafür, dass Lebensmittel, Medikamente usw. ohne gefährliche E-Stoffe, Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker usw. hergestellt werden müssen? Und warum ist Glyphosat noch erlaubt? Müsste es nicht so sein, dass im Zweifel ein Verbot wirksamer ist als gegensätzliche Studien bzw. die Gewichtung dieser?

Laut Wikipedia steht Kuhmilch im Verdacht Diabetes, Krebs, Parkinson usw. auszulösen:

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/eu-richtlinie-thmpd-das-aus-fur-heilpflanzen-und-naturheilmittel

Warum wird nicht vor Kuhmilch gewarnt? Sind Sie dafür, dass man sie an Schulen verteilt?

Mit freundlichen Grüßen

I. R.

Frage von Irmgard R. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 4 Tage 5 Stunden

Sehr geehrte Frau R.,

Ihre Information, dass die EU keine Naturheilmittel mehr zulassen will, ist m.E. nicht korrekt.

Bezüglich der Kostenübernahme sind die Krankenkassen autonom. Die ÖDP plant nicht, sie ordnungsrechtlich zur Übernahme von Kosten bestimmter Heilmethoden zu zwingen. Ich persönlich denke, es wäre wichtig, im Dialog mit PatientInnen die Kassen zu beeinflussen.

Auf Geschmacksverstärker wäre, bevor ein Verbot hier wirksam werden könnte, zunächst mehr als jetzt hinzuweisen. Ein Verbot von Glyphosat ist längst überfällig. Dessen Gefahr für die Menschen wird unterschiedlich gewertet - allein das reicht aber für ein Verbot. Die Gefahr von Glyphosat für die Artenvielfalt ist erwiesen.

Ihre Quelle bezüglich der Gefahren, die von Kuhmilch ausgehen, halte ich für nicht seriös. Wir reden hier natürlich nicht von Laktoseintoleranz, die etwa 15% der Bevölkerung hierzulande betrifft, keine Krankheit ist, sondern eher "das Normale" im Weltmaßstab und evolutionär gesehen. Schulmilchprogramme sind vor alem deshalb initiiert worden, da viele Kinder ohne Frühstück zur Schule gehen (müssen) Diese Programme gilt es sorgfältig auszuwerten - bislang sehe ich keinen Grund dafür, bestehende Programme vorzeitig zu beenden.

Mit freundlichen Grüßen
Jens-Eberhard Jahn